"Here is the way that YES is going. We are going to be introducing dynamic concept2 rowers, big plays, big productions, and only kind of construction on the opportunities that we provide to audiences and artists. "It is my aim to fill out the weeks of this year with artistic programming," he laughs. "And the very first step is expanding out of the cavs summer season." YES Theatre has developed a significant reputation for those shows it places on each summer read more here. Back in December 2015, YES combined forces with all the Sudbury Symphony Orchestra in what Costantini explains as a highly powerful demonstration of this music of Les Miserables. Most recently, it generated Billy Elliot, that was its initial play utilizing live music. "Following the encounter with Billy Elliot, '' I was only really considering the fact that if you permit a musical, the firms, what they do will give you another orchestration," he clarifies. Buy Washington Capitals Tickets. Choose the seat you want at www.scholiumwines.com. Every rockets hockey ticket is 100% guaranteed plus 24/7 customer service. Hamilton Broadway Tickets : Richard Rodgers Theatre find deals at kewgardenstheatre.com. 2018 Astros Tickets - MinuteMaid Park - buy online at generalmclane.net. Choose from a wide selection of red sox tickets. Finally prices on Hamilton Tickets have dropped, use your chance now!

Anreiseempfehlung

Januar 25th, 2018 by naet

Zur Kundgebung “Gegen Rechtsrock und NS-Verherrlichung am Shoah-Gedenktag” am 27. Januar gibt es Anreiseempfehlungen von außerhalb.

Münster: Treffpunkt, 17:20 Uhr auf dem Gleis 3 im Hbf Münster

Bochum: Treffpunkt, 17:30 Uhr vor dem Hbf in Bochum

Dortmund: Treffpunkt, 17:40 Uhr am Nordausgang des Dortmunder Hauptbahnhofs

(Beitrag wird aktualisiert, wenn mehr Empfehlungen dazu kommen)


Falls euch weitere Anreisen, Treffpunkte oder Empfehlungen bekannt sind könnt ihr uns diese über kontakt@haekelclub590.de gerne mitteilen.

Pressemtitteilung zum Neonazikonzert am 27. Januar 2018

Januar 24th, 2018 by naet

Hier findet Ihr unsere gestern verschickte Pressemitteilung mit Informationen zur Band “Sturmwehr”.

Bei dem für den 27. Januar 2018 im „Nationalen Zentrum“ im Kentroper Weg 18 in Hamm angekündigten Rechtsrock-Konzert soll als Hauptact die Band „Sturmwehr“ auftreten. Der „haekelclub590“ weist daraufhin, dass „Sturmwehr“ neben zahlreichen die Wehrmacht und den Nationalsozialismus verherrlichenden Liedern auch antisemitische Songs im Repertoire hat. Nach Ansicht der Jugendbündnisses ist der Konzerttermin nicht zufällig gewählt worden: Am 27. Januar jährt sich die Befreiuung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee. Seit 1996 ist der 27. Januar ein gesetzlich verankerter „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“, den der Deutsche Bundestag mit einer Gedenkveranstaltung begeht. In ganz Deutschland wird in zahlreichen Veranstaltungen der Opfer des Massenmordes gedacht.

Die Band „Sturmwehr“ leugnet den Holocaust, den sie als „Lüge der internationalen Hochfinanz“ bezeichnet. Der Begriff der „internationalen Hochfinanz“ ist eine Chiffre und bezeichnet in der antisemitischen Weltsicht eine angebliche jüdische Weltverschwörung bzw. Weltregierung. Im Titelsong ihres 2016 veröffentlichten Albums „Büßersyndrom“ ist zudem die Rede von einer angeblichen „Geschichtsschreibung der Siegermächte, eine jahrzehntelange Manipulation“ und „höchst profitable Propagandamasche“. Die Bundesrepublik wird von der Band „als Land der Maulkorbgesetze“ bezeichnet, in der „die Wahrheit schnell zum Vergehen“ werde. [1] Die Band bezieht sich hier auf den §130 III StGB, der die Leugnung des Holocaust unter Strafe stellt. Das Cover der erwähnten CD verwendet eine offen antisemitische Bildsprache.[2] Es zeigt drei orthodoxe Juden im Berliner Holocaust-Mahnmal, über vom Himmel über ihnen regnen Dollar-Scheine herab. Im Vordergrund sind loderne Flammen abgebildet, auch dies ist als Verweis auf den nationalsozialistischen Massenmord an den Jüdinnen und Juden Europas zu interpretieren, da sich das Wort Holocaust vom griechischen Begriff für „Brandopfer“ ableitet. Die Nazis verbrannten ihre ermordeten Opfer in den Krematorien der Vernichtungslager.

„Es ist unerträglich, dass Neonazi-Bands am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus in Hamm den Holocaust leugnen, antisemitische Hetze verbreiten und das verbrecherische Regime der Nazis verherrlichen dürfen“, so Johannes Albrecht, Sprecher des „haekelclub590“. Der Bundestag habe erst kürzlich klar gegen Antisemitismus ausgesprochen und einen Antisemitismusbeauftragten eingerichtet. Die neuen gesetzlichen Regelungen waren als Reaktion auf antisemitische Hetze bei antiisraelischen Demonstrationen erlassen worden und beinhalten auch die aus Sicht des haekelclub590 fragwürdige Regelung, dass Ausländer künftig wegen antisemitischer Propaganda abgeschoben werden dürfen. „Leider entsteht so der Eindruck, dass Antisemitismus zuvorderst ein Problem von Zuwanderern sei. Das ist aber nicht der Fall, er ist in der deutschen Gesellschaft leider weit verbreitet. Was gedenken die Stadtverwaltung und die Polizei gegen die antisemitische Hetze der Nazis am 27. Januar zu unternehmen?“, fragt Albrecht.

Das antifaschistische Jugendbündnis fordert seit geraumer Zeit, dass Stadtverwaltung und Polizei alle rechtliche Möglichkeiten ausschöpfen soll, um den Neonazi-Treffpunkt im Kentroper Weg zu schließen bzw. dortige Rechtsrock-Konzerte zu verunmöglichen. Bei dem Konzert am 27. Januar handelt es sich nach Auffassung des haekelclub nicht um eine private sondern eine kommerzielle Veranstaltung. Im Internet schreiben beteiligte Neonazis offen, dass es eine „Abendkasse“ gebe. [3]

Der „haekelclub590“ befürchtet zudem, dass es bei der Musikveranstaltung zu Straftaten nach §§130 und 85a StGB kommt. Sieben CD-Veröffentlichungen von „Sturmwehr“ sind von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien als jugendgefährdend indiziert worden. Spielt die Band Songs dieser Alben verstößt sie gegen das Jugendschutzgesetz.

Die Band „Sturmwehr“ existiert seit 1993 und ist in der Neonazi-Szene sehr beliebt. Sie hat zahlreiche Alben veröffentlicht. Bandleader ist der Gelsenkirchener Neonazi Jens Brucherseifer. Seit einiger Zeit wird er von den Hammer Neonazis Martin Böhne (Gitarre) und Patrick Gerstenberger (Schlagzeug) unterstützt. „Sturmwehr“ tritt live in Bandbesetzung sowie als Liedermacher-Duo auf. Am 27. Januar 2018 werden Martin Böhne und Jens Brucherseifer als Liedermacherduo in Hamm auftreten. Im November 2016 trat „Sturmwehr“ schon einmal in Hamm auf.

Dagegen geht der „haekelclub590“ unter dem Motto „Gegen Rechtsrock und NS-Verherrlichung am Shoah-Gedenktag“ auf die Straße.

27. Januar 2018
Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise: 18.30 Bahnhof Hamm/Willy-Brandt-Platz Hamm (Westf.)
Kundgebung: 19 Uhr Wendehammer Kentroper Weg

[1] Sturmwehr: Büßersyndrom, auf der gleichnamigen CD (2016, Label: „Das Zeughaus), online: https://www.youtube.com/watch?v=gksjEE4oMDY (Min. 13:49 – 18:06)

[2] Siehe Cover der CD (Youtube Link)

[3] Beleg liegt vor und kann bei Bedarf eingesehen werden

Gegen Rechtsrock und NS-Verherrlichung am Shoah-Gedenktag

Januar 15th, 2018 by naet

Am 27. Januar findet in Hamm zum wiederholten Mal ein Rechtsrockkonzert in den Räumlichkeiten der Neonazis im Kentroper Weg 18 statt. Der haekelclub590 ruft an diesem Tag zu 19 Uhr im Wendehammer des Kentroper Wegs zu einer Kundgebung gegen Neonazis, Menschenverachtung und NS-Verherrlichung am Shoah-Gedenktag auf.

Angekündigt ist für 20 Uhr ein “Balladenabend”, bei welchem die Bands „Sturmwehr“ und „Der Knappe“ auftreten. 1
Für „Sturmwehr“ ist dies der Auftakt einer Deutschlandtour, aber auch einige Konzerte im Ausland sollen folgen. So sind sie für den „Day of Honour“ angekündigt – einer neonazistischen Veranstaltung, welche die „Schlacht um Budapest“ im Jahre 1944 verklärt. Organisiert wird das Konzert in Budapest von dem seit 2000 in Deutschland verbotenen „Blood & Honour“ Netzwerk. 2 „Sturmwehr“ ist momentan eine der aktivsten Neonazi-Bands. Sie tritt einerseits als Liedermacher-Duo bestehend aus den beiden langjährigen Neonazis Jens Brucherseifer aus Gelsenkirchen und Martin Böhne aus Hamm auf. Sie spielt ebenso auch als vollständige Band mit Patrick Gerstenberger (ebenfalls aus Hamm) am Schlagzeug. Sturmwehr spielten in dieser Konstellation zum Beispiel beim „Rock für Identität“ am 29. Juni 2017 vor ca. 1000 Neonazis in Themar. Das Konzert erfuhr medial aufgrund diverser Straftaten, wie dem Zeigen des Hitlergrußes und seinem NS-verherrlichenden Charakter viel Aufmerksamkeit. 3

Allein im letzten Jahr fanden im Kentroper Weg 18 mindestens vier Rechtsrockkonzerte und zwei Vortragsveranstaltungen statt. Den Start machte ein Vortrag des NPD-Politikers Olaf Rose am 15. Januar. Am 16. April feierten die Neonazis eine „Ostarafeier“ 4, bei der Martin Böhne auftrat. Zwei Wochen später hielt Dieter Riefling einen Vortrag und die Bands „Reichstrunkenbold“ und „FreilichFrei“ traten auf. Im September fand ein Konzert mit Livemusik statt und am 21. Oktober traten die Bands „Blutlinie“ und wieder „Reichstrunkenbold“ auf. 5
Das von den Neonazis sogenannte „Zuchthaus“ dient der Vernetzung, Bespaßung, ideologischen Schulung und Einnahmequelle für eine über Hamm hinaus agierende Neonaziszene. Die Anzahl der in Hamm stattfindenden Veranstaltungen der letzten Jahre zeigt, dass es den Neonazis nirgends in NRW von der Stadt so leicht gemacht wird ungestört Konzerte zu veranstalten.

Dass die kommende Veranstaltung nun auch noch am internationalen Holocaust Gedenktag stattfindet soll, ist für uns eine Schande! Der 27.Januar ist der Tag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz, ein Tag, an dem der Opfer der Shoah und ebenso dem jüdischen Widerstandskampf gedacht wird.
Wir wollen die nächste Neonazi-Feier in Hamm natürlich nicht ungestört lassen. Kommt am 27. Januar mit uns auf die Straße und lasst uns den Neonazis zeigen, was wir von ihnen und ihrer NS-Verherrlichung halten.

27. Januar 2018
Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise: 18.30 Bahnhof Hamm/Willy-Brandt-Platz Hamm (Westf.)
Kundgebung: 19 Uhr Wendehammer Kentroper Weg

Quellen:
1: 27.01.18 Konzert
2: B&H Hungary VK Post
3: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-07/themar-rechtsrock-konzert-thueringen-neonazis
4: https://www.lotta-magazin.de/ausgabe/online/eine-verfestigte-szene
5: https://aah.noblogs.org/files/2018/01/Neonaziaktivit%C3%A4ten-in-Hamm-Westf.-2003-2017.pdf

Unterstützer*innen:

Die Linke Kreisverband Hamm

Jusos Hamm

Antifa Werne

Autonome Antifa 170

Antifaschistische Aktion Bochum

Antifaschistische Linke Münster

VVN-BdA Hamm

Gewalt Akademie Villigst

Linksjugend Solid Hamm

(Bei Interesse uns zu unterstützen, schreiben sie eine Mail an haekelclub590@gmail.com)

NSU-Komplex: Stand der Aufklärung

November 24th, 2017 by naet

Am 30. November veranstalten die Werkstadt für Demokratie und Toleranz und der haekelclub590 in derJugendkirche (Martin-Luther-Straße 27b, 59065 Hamm) die Vortragsveranstaltung “NSU-Komplex: Stand der Aufklärung”. Wir freuen uns darüber, die Referentin Caro Keller von NSU-Watch dafür gewonnen zu haben. Sie wird über den “Nationalsozialistischen Untergrund” und den noch laufenden Prozess aufklären. Gefördert wird die Veranstaltung vom Landesprogramm NRWeltoffen.

Einlass ist ab 18 Uhr, der Eintritt ist frei.

Zum Inhalt der Veranstaltung:

Seit Mai 2013 läuft der NSU-Prozess in München mit fünf Angeklagten. Kurz vor der Sommerpause 2017 ist er in die Plädoyerphase eingetreten, nun kommen vor der Urteilsverkündung alle Verfahrensbeteiligten noch einmal zu Wort. Seit Mitte November steht dabei die Perspektive der Angehörigen und Betroffenen im Vordergrund, denn die Plädoyers der Nebenklage werden gehalten. In einem Rückblick soll eine vorläufige Auswertung des Prozess vorgenommen werden. Doch auch von Seiten der Zivilgesellschaft, recherchierenden Journalist*innen und Untersuchungsausschüssen wurde daran mitgewirkt, den NSU-Komplex aufzuarbeiten. So wird weiterhin der aktuelle Stand dieser Aufarbeitung beleuchtet werden. Auch soll ein Blick in die Zukunft geworfen werden, denn immer noch sind viele Fragen offen, die wir uns vor Augen führen wollen. Zum Abschluss soll diskutiert werden, was in der kommenden Zeit, den NSU-Komplex betreffend getan werden kann, bzw. getan werden muss.

Donnerstag, 30. November 2017, 18 Uhr, Jugendkirche, Martin-Luther-Straße 27b, 59065 Hamm, Eintritt frei

Bitte beachten Sie:

„Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind Personen, die rechtsextremen Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige Menschen verachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und diesen Personen den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser zu verweisen.“

3. Oktober – Nachbetrachtung

Oktober 6th, 2017 by naet

Vielen Dank an die zahlreichen Unterstützer*innen und Teilnehmer*innen unserer Demonstration „Kein Raum für Rechts – Nazistrukturen zerschlagen!“. Etwa 300 Menschen sind mit uns im Verlauf des 3. Oktobers gegen den Rechtsruck, die Mobilisierung von rechts und dem sogenannten „Nationalen Zentrum“ der Neonazis auf die Straße gegangen. Wir haben zusammen ein starkes Zeichen für ein solidarisches Miteinander und gegen Rassismus, Sexismus, Nationalismus und Antisemitismus gesetzt.

Redebeiträge und Kundgebung

Die Demonstration startete mit einem Redebeitrag über die antifeministischen und rückständigen Ansichten der Neuen Rechten, vor allem der Populist*innen der AfD. Die feministische Gruppe ultraviolett* setzte sich inhaltlich in ihrem Beitrag mit dem starren traditionellen Familien- und Frauen*bild der AfD auseinander. Über die Ostenallee erreichten wir dann den Kentroper Weg, wo wir in direkter Nähe der Räumlichkeiten der Neonazis auf der Ecke Kentroper Weg/Josef-Wiefels-Straße unsere Zwischenkundgebung starteten. Auf der Kundgebung thematisierte der Redebeitrag des haekelclub590 das Wahlergebnis der AfD in Hamm, den Strategiewechsel der Neonazi-Szene und bekundete Solidarität mit allen Menschen, die keinen Bock auf Neonazis im Fußball oder ihrer Umgebung haben. Zudem zeigten Genoss*innen der Antifaschistischen Linken Münster in ihrem Beitrag über den Kentroper Weg 18 dessen Bedeutung als Vernetzungs- und Veranstaltungsort auf. Sie betonten wie bedeutend die Räumlichkeiten für eine überregional vernetzte Neonazi-Szene sind und wie massiv die Hammer Neonazis im Rechtsrock Milieu verankert sind. Am Bahnhof Hamm berichteten Aktivist*innen von Jugendliche ohne Grenzen über ihre Erfahrungen und betonten die Wichtigkeit eines gemeinsamen Miteinanders. Zum Abschluss der Demonstration problematisierte die Linksjugend solid Hamm in ihrem Redebeitrag den Rechtsruck in der Gesellschaft.

Neonazis und der Kentroper Weg 18

Bei unserer Ankunft zur Zwischenkundgebung in unmittelbarer Nähe der Räumlichkeiten am Kentroper Weg 18 warteten bereits mehrere Neonazis. Sie waren vermummt und präsentierten sich mit einschlägig menschenverachtenden Bannern und Plakaten auf dem Dach des Kentroper Weg 18, sowie in dessen Vorhof. Dabei wurde der klägliche Versuchs gestartet die Umgebung des Kentroper Weges als “Nazikiez” zu markieren und mit etwas erbärmlicher Pyrotechnik begleitet. Bereits im Vorfeld verklebten Neonazis entlang unserer Demonstrationsroute rechte Sticker. Die beim Eintreffen der Demonstration applaudierenden Anwohner*innen zeigten jedoch deutlich, dass das vermeintliche “Nationale Zentrum” sich in keinster Weise in einen vermeintlichen Nazikiez” einbettet. Nichtsdestotrotz sollte die Bedeutung dieser Räumlichkeiten für Neonazis nicht verharmlost werden. Das Verhalten der extremen Rechten vor Ort bestätigt erneut die Relevanz und Symbolhaftigkeit des Treffpunktes für die hiesige Szene und von einem Rückzug der Neonazi-Szene aus Hamm kann nicht gesprochen werden, wie es lokale Medien im Vorfeld unserer Demonstration suggerierten.

(Neonazis auf dem Dach des Kentroper Weg 18)

Fazit

Wir freuen uns sehr, dass wir auch in diesem Jahr ein starkes und entschlossenes Zeichen gegen rechte Strukturen und Neonazis in Hamm setzen konnten. Wir sind zufrieden erneut ein zivilgesellschaftlich übergreifendes Bündnis geschlossen zu haben, welches unsere Erwartungen übertroffen hat. Dennoch ist aktuell mit der aufstrebenden AfD in Hamm und dem Fortbestehen einer der aktivsten Neonazi-Szenen in Nordrhein-Westfalen noch viel zu tun. Denn Nationalismus, Ausgrenzung und der Hetze gegen Geflüchtete muss widersprochen und mit einer starken Zivilgesellschaft gegenübergetreten werden. Somit bleiben wir dabei, „Kein Raum für Rechts – Nazistrukturen zerschlagen!“

Redebeitrag 3.10. (haekelclub590)

Oktober 6th, 2017 by naet

Für alle, die unseren Redebeitrag am Samstag nicht hören konnten, hier einmal schriftlich:

 

Willkommen zur Demo des Haekelclub590. Wir gehen heute unter dem Motto “Kein Raum für Rechts – Nazistrukturen zerschlagen” für ein solidarisches und weltoffenes Hamm auf die Straße. Mit unserer Demonstration wollen wir ein Zeichen gegen den anhalten Rechtsruck im Land setzen, Nazistrukturen skandalisieren und uns mit Geflüchteten solidarisieren.

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Anreiseempfehlung

September 29th, 2017 by naet

Die Informations- und Mobilisierungsvorträge sind erfolgreich abgeschlossen.

Derweil gibt es für unsere Demonstration am 3. Oktober aus mehreren Städten Treffpunkte und Anreiseempfehlungen:

Werne: 11:05 Uhr Zugempfehlung Eurobahn nach Dortmund

Bochum: 11:40 Uhr Treffpunkt Hauptbahnhof vor dem Haupteingang

Paderborn: 11:40 Uhr Treffpunkt am Hauptbahnhof

Münster: 11:50 Uhr Treffpunkt Gleis 3, Hauptbahnhof

Dortmund: 12 Uhr Treffpunkt am Hauptbahnhof Nordausgang (vor Cinestar)

Hagen: 12:10 Uhr Treffpunkt am Hauptbahnhof

(Beitrag wird aktualisiert, wenn mehr Empfehlungen dazu kommen)

 

Falls euch weitere Anreisen, Treffpunkte oder Empfehlungen bekannt sind könnt ihr uns diese über kontakt@haekelclub590.de gerne mitteilen.

Mobilisierungs- und Informationsveranstaltungen!

September 22nd, 2017 by naet

Anlässlich unserer Demonstration “Kein Raum für Rechts – Nazistrukturen zerschlagen!”, finden drei Mobilisierungs- und Informationsveranstaltungen statt:

- 26. September um 18 Uhr im Parteibüro von Die Linke Hamm (Oststraße 48, 59065 Hamm)

- 27. September um 19 Uhr im Nordpol in Dortmund (Münsterstraße 99, 44145 Dortmund)

- 28. September um 18 Uhr in den Räumlichkeiten des Freygeist e.V. in Münster (Leostraße 16, 48153 Münster)

Der Schwerpunkt der Vorträge wird auf einer Vorstellung der organisierten Neonazistrukturen in Hamm liegen, jedoch werden wir auch über den lokalen Kreisverband der AfD sprechen. Anschließend gibt es noch Informationen über unsere Demonstration, die am 3. Oktober stattfindet.
Die Demonstration richtet sich gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck, die AfD, geflüchtetenfeindliche Politik und Nazis jedweder Couleur.

Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!

 

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Stellungnahme zum Artikel des Westfälischen Anzeigers vom 13.September 2017

September 20th, 2017 by naet

Aus gegebenem Anlass beziehen wir Stellung zum Artikel „Rechte blasen Demo am Einheitstag ab“ (1) (erschienen im Westfälischen Anzeiger vom 13. September 2017). In diesem wird behauptet, dass es um die rechte Szene in Hamm ruhig geworden sei und Neonazis in Hamm folglich keine Gefahr mehr darstellten. Wir weisen die Auffassung des Artikels vehement zurück, dass unsere Demonstration am 3. Oktober unter dem Motto “Kein Raum für Rechts – Nazistrukturen zerschlagen!” überflüssig sei.

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Kein Raum für Rechts – Nazistrukturen zerschlagen!

September 9th, 2017 by naet

 

Im Juli versammelten sich in Themar über 6000 Anhänger der rechtsradikalen Szene, darunter mehrere Hammer Neonazis. Es war eines der größten Rechtsrock-Konzerte der vergangenen Jahre – und eine klare Machtdemonstration. Doch dies ist nur der vorläufige Höhepunkt eines anhaltenden Trends. Ermutigt durch den anhaltenden gesellschaftlichen Rechtsruck, treten Neonazis zunehmend selbstbewusster auf. Wie hoch das Gewaltpotential innerhalb der Szene ist, offenbarte sich zuletzt im US-amerikanischen Charlottesville, dort ermordete im August ein Rechtsterrorist die Antifaschistin Heather Heyer. Auch hierzulande nehmen Angriffe auf politische Gegner und all jene, die nicht in das Weltbild der Neonazis passen, seit Jahren zu. Mit dieser Politik der Einschüchterung wollen Neonazis No-Go-Areas, sogenannte “National befreite Zonen”, etablieren. Um dem rechten Terror erfolgreich die Stirn zu bieten, braucht es eine starke Zivilgesellschaft, die rechten Agitatoren entschlossen entgegentritt und der Hetze Einhalt gebietet. Darum rufen wir Euch auf, am dritten Oktober gemeinsam mit uns auf die Straße zu gehen. Wir wollen laut und bunt gegen den anhaltenden Rechtsruck demonstrieren und Nazistrukturen skandalisieren.

Hamm bleibt Nazihochburg
Gerade in Hamm zeigt sich, was passiert, wenn hervorragend vernetzte Neonazis ungestört agieren können. So besuchen beispielsweise Mitglieder der Partei „Die Rechte Kreisverband Hamm“ regelmäßig Konzerte im gesamten Bundesgebiet oder unterstützen Großveranstaltungen, wie zuletzt den Rudolf-Hess-Marsch in Berlin. In Hamm selbst leben die Neonazis ihre rechte Erlebniswelt bei Fußballspielen von Lokalvereinen oder im sogenannten Nationalen Zentrum im Kentroper Weg 18 aus. So fand am 29. April im Kentroper Weg ein Vortrag des mehrfach vorbestraften Nazi-Kaders Dieter Riefling statt. Anschließendem durfte der rechtsextreme Liedermacher und bekennende NSU-Fan FreilichFrei seine menschenverachtenden Stücke zum Besten geben. Solange Freiräume wie der Kentroper Weg existieren, werden in Hamm weiterhin Veranstaltungen stattfinden, die Rassismus sowie Antisemitismus zelebrieren und das Dritte Reich glorifizieren. Deshalb schließt euch am 3. Oktober unserer Demo an. Gemeinsam fordern wir die Schließung des Kentroper Wegs!

Keine Nazidemo in Hamm
Wie im vergangenen Jahr, wird es am 3. Oktober in Hamm keine Neonazi-Demo geben. Ursprünglich sollte die Demonstration am Tag der deutschen Einheit jährlich stattfinden und die verbotene Demonstration zum „Nationalen Antikriegstag“ am 1. September in Dortmund ersetzen. Großspurig hatten die Hammer Neonazis ihre Demonstration für die kommenden zehn Jahre angemeldet. Doch dieses Jahr ist bereits das zweite Jahr in Folge, in dem sie die Demoanmeldung zurückgezogen haben. Unabhängig davon wollen wir als Haekelclub590 am 3. Oktober unsere Inhalte auf die Straße tragen.
Unter dem Motto “Kein Raum für Rechts – Nazistrukturen zerschlagen” wollen wir ein Zeichen gegen rechte Hetze und hiesige Nazistrukturen setzen. Lasst uns gemeinsam für eine offene Gesellschaft ohne Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung einstehen!

Rechte Propaganda in den Parlamenten
Denn rechtes Gedankengut ist längst im Mainstream angelangt. Wie attraktiv rechte Parolen für viele Deutsche sind, zeigen die Prognosen zur Bundestagswahl am 24. September: Mit der Alternative für Deutschland (AfD) wird voraussichtlich eine völkische Partei in den Bundestag einziehen. Die AfD vertritt ein rassistisches Welt- und rückständiges Familienbild sowie eine chauvinistische Sozialpolitik. Sie fordert offen das Ende des Erinnerns an die deutschen Verbrechen während der NS-Zeit, hetzt gegen Geflüchtete und macht dumpfen Nationalismus salonfähig. Wie schnell dieser in offenen Hass umschlägt, lässt sich beinahe täglich beobachten: 25 Jahre nach den Angriffen des rassistischen Mobs auf das Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen brennen in Deutschland wieder Unterkünfte.

Festung Europa
In diesem Klima gesellschaftlicher Verrohung höhlt die Politik das Grundrecht auf Asyl weiter aus und erweitert die Liste der sicheren Herkunftsländer. Vom Optimismus der Willkommenskultur ist wenig geblieben. Stattdessen setzen Deutschland und die EU auf Abschottung und Abschreckung. In Zusammenarbeit mit Diktaturen, Failed States und Unrechtsregimen werden Geflüchtete daran gehindert, den Mittelmeerraum zu erreichen. Die deutsche Bundesregierung plant die militärische Aufrüstung dieser Regime und nimmt damit humanitäre Katastrophen in Kauf. In libyschen Auffanglagern herrschen heute schon schlimmere Zustände als in Ungarn 2015. Folter, Vergewaltigungen und Hinrichtungen sind an der Tagesordnung.

Schau hin, misch dich ein!
Wir wollen nicht länger tatenlos zusehen! Kein Mensch ist illegal. Zeigt eure Solidarität mit Geflüchteten und stellt euch gegen den Rechtsruck. Wir rufen jede*n dazu auf sich uns anzuschließen. Kommt am 3. Oktober um 13 Uhr zum Hauptbahnhof (Luisenstraße) und zeigt, dass ihr keinen Bock auf Neonazis habt – weder auf unseren Straßen noch in unseren Parlamenten!

3.Oktober 2017 | 13 Uhr | Luisenstraße | Bahnhof Hamm [Westf.]

Kommende Infos findet Ihr hier auf unserer Seite oder hier.